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Вюртц Александр (Волгаер)
wolgadeutscheДата: Вторник, 19.01.2016, 11:19 | Сообщение # 1
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Александр Вюртц родился  18.08.1884 года в колонии Бальцер (с.Нидер-Монжу) в семье торговца, выходца из соседнего Денгофа. С детства проявлявший недурные способности, он отлично учился в школе, потом с отличием окончил Центральное училище в Гримме, Саратовскую гимназию № 1 и поступил в Московский университет на историко- филологический факультет. Окончив его, он работал журналистом, редактором газеты. После октябрьского переворота 1917-го года он немало лет проработал учителем в школе, потом преподавателем в нескольких институтах. Последняя его должность – декан факультета иностранных языков в Свердловском педагогическом институте. Здесь в 1941-ом году, незадолго до начала войны, Вюртц был арестован, осуждён по 58-ой статье и отправлен в Мариинский лагерь, где 3.04.1943 года он умер, точнее сказать – погиб. (Когда я сделал попытку в Екатеринбурге ознакомиться с его делом, вдруг оказалось, что таковое не сохранилось). Александр Вюртц был немецкоязычным поэтом, печатался под псевдонимом Alexander Wolgaer. Его стихи печатались в различных изданиях Республики немцев Поволжья, в московской «Deutsche Zentralzeitung». Он довольно часто навещал родные края, и после каждой такой поездки рождались стихи: «Meide Schulden» («Избегай долгов») – в 1924-ом году, «Der Regen» («Дождь») – в 1928-ом, «Die Sonne siegt doch» («Солнце победит») – в 1929- ом, «Liebe Kinderheit» («Милое детство») – в1934-ом. Приезжал он и в страшном 1933-ем году, когда в Бальцерском кантоне вымерла чуть ли не половина населения. Потрясённый Вюртц написал стихотворение «Der Hunger» («Голод») и точно обозначил время и место: 17 июня 1933-го года, село Денгоф.Дважды в Поволжье его за что-то арестовывали: в апреле 1929-го года – в Бальцере, в 1932-ом году – в Саратове; оба эти случая породили стихи: «Aus dem Gefaengnis» («Из тюрьмы) и «Verhaftung» («Арест»). Когда я прочитал о его аресте в Бальцере, мне стало как-то не по себе: ведь начальником кантонной милиции тогда был мой отец. За что могли арестовать, теперь, конечно, не узнаешь; пытаясь сделать это, я вчитывался в текст стихотворения «Aus dem Gefaengnis», но ничего, кроме факта помещения в тюрьму и эмоционального состояния автора, почерпнуть из него не мог. А, может быть, это и вообще не милиция сделала, а Тиде, тогдашний кантонный уполномоченный ОГПУ? Может быть, это он заподозрил в хорошо одетом, явно не здешнего вида Вюртце какого-нибудь агитатора против начавшейся уже коллективизации крестьян? Не исключено. В тот приезд Вюртца на родину 1-го апреля разразилась сильная метель, Вюртц был в это время у родственников в Денгофе, всё видел воочию и написал по этому поводу небольшое стихотворение. Думаю, что больше для развлечения родни, чем для печати, то самое «Die Sonne siegt doch». О смерти Александра Вюртца поведал отбывавший с ним срок в Мариинском лагере Гюнтер Тюрк, тоже учитель и поэт, человек нелёгкой судьбы.

Роберт Ритчер  Невыдуманные рассказы  . Два поэта  http://wolgadeutsche.net
 
wolgadeutscheДата: Вторник, 19.01.2016, 11:22 | Сообщение # 2
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Александр Волгаер (Вюртц) (1884-1943)

НЕ БОЙСЯ ШТОРМА

Не бойся шторма жизни!
Подставь под ветер грудь!
Пора шальные брызги
бесстрашия хлебнуть.
Что толку в птичьих писках
и мудрости червя?
Вздымайтесь, волны риска!
Вперед! Смелей, друзья!
Пусть мужество искрится,
а не кривая лесть.
Когда мужчина — рыцарь,
он защищает честь.
Лишь на себя надейся!
Сам придуши свой страх!
Не спи, не хнычь, а действуй!
Стой твердо на ногах!
Не ветреный бродяга —
в твоей душе не хмель,
а трезвая отвага
и радостная цель.
Но если даже будет
вселенский ураган,
греби навстречу людям
в бурлящий океан!
Лишь мужество спасает,
в унынии — вина,
когда вокруг пылает
всемирная война.
 
wolgadeutscheДата: Вторник, 19.01.2016, 11:23 | Сообщение # 3
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Alexander Würtz (Alexander Wolgaer)

Die Wolga

Man singt vom Rhein in Deutschlands Sängerkreisen
Und rühmt die Schönheit sein auf jede Art;
Wo's immer paßt, tut man ihn loben, preisen,
Im fremden Lande selbst auf Pilgerfahrt.

Uns Deutsche hier berührt das so eigen,
Das Herz wird uns so wehmutsvoll gestimmt -
Die deutschen Worte, Töne uns bezeugen,
Daß Bruder Bruderswort von dort vernimmt.

Doch, Deutsche, wir, die wir am Wolgastrande
Die Heimat fanden schon so lang zurück,
Die man uns immer Wolgadeutsche nannte;
Die wir getragen hier schon Leiden, Glück -

Wir wollten schweigen von dem Wolgastrome,
Der Name, Heimat gab uns, deutsches Heim ?
Erhebt die Stimme bis zum Himmelsdome
Bringt Lob dem lieben Wolgamütterlein !

Nicht das ist es, daß Tausende von Meilen
Durchwandert sie das große Russenreich,
Daß Tausende von Schiffen auf ihr eilen,
Daß reich an Fischen sie zum Segen euch;

Nicht das, daß Dutzende von großen Städten
An ihren Ufern blühen und gedeihen,
Daß Hunderte von Dörfern hier sich betten,
Hier führen ihr bescheiden, sorglos Sein;
Nein, dieses zählte schon zu ihren Ehren
Als wir noch nicht bewohnten dieses Land -
Jetzt erst, seit wir an ihren Strom gehören,
Seit wir nach ihrem Namen sind genannt,

Ist sie uns das, was Deutschen ist schon immer
Der vielbesung'ne schöne, große Rhein -
Der Stolz, die Freude unser, die wir nimmer
Vergessen sie, das Wolga-Mütterlein.

Besingt, rühmt, ihr Wolgadeutschen, mächtig
Die Wolga, die euch Name, Heimat gab !
Laßt’s hören alle, laßt es hören kräftig,
Daß wir sie liebten, lieben bis ans Grab !

Drum lebe hoch ! Du bist uns viel gewesen,
Du sollst uns mehr noch in der Zukunft sein !
Wir führen hier ein glücklich-freies Wesen.
Leb hoch ! Leb hoch ! Du Wolgamütterlein !

29.10.24 Dönhoff
 
wolgadeutscheДата: Вторник, 19.01.2016, 11:23 | Сообщение # 4
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Die Wolgaheimat

Melody: Deutschland, Deutschland

O du Heimat meiner Väter,
Liebes deutsches Wolgaland,
Wo seit hundertsechzig Jahren
Emsig wirkt die deutsche Hand -
Trotz der Nöte, trotz der Plagen,
Die wir Deutsche litten hier,
Muß ich dennoch dieses sagen:
Über alles gehst du mir !

Wolgaheimat, deutsche Männer,
Deutsche Frauen kämpften hart,
Mutig um die höchsten Güter -
Freiheit, Gleichheit, deutsche Art.
Zarentum und dessen Schmeichler
Fesselten dich in ihr Joch,
Doch zertrümmert sind die Heuchler.
Wolgaheimat, lebe hoch !

Wolgaheimat, schön're Zeiten
Sind gekommen für dich jetzt -
Deine Söhne, deine Töchter
Werden glücklich doch zuletzt.
Nicht mehr darf man heut' uns nennen
Fremdlinge im fremden Land -
Nein, wir dürfen laut bekennen:
Freie Bürger ! Heimatland !

Wolgaheimat, die ich liebe
Mehr als alles in der Welt,
Deutsches Wesen möge blühen,
Mög' gedeihen ungezählt!
Golden steht am Völkerhimmel
Unsrer Heimat junger Tag -
Zeigen wir im Kampfgetümmel,
Was ein deutscher Mann vermag !

Wolgadeutsche, zeigt euch würdig
Eurer deutschen Heimaterd',
Baut hier im freien Lande
Alle euch den eig’nen Herd !
Hoffnungsvolle deutsche Jugend,
Du erlangst das Beste doch -
Eine freie deutsche Heimat.
Wolgaheimat, lebe hoch !!!

13.10.24 Dönhoff
 
wolgadeutscheДата: Вторник, 19.01.2016, 11:24 | Сообщение # 5
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Heimatlos

Heimatlos ich mußte ziehen
Durch die weite, große Welt;
Mußte jung der Not entfliehen,
Die den Meinen nachgestellt.
Mußte aus dem Freundeskreise -
Ach, wie fiel es mir so schwer.
Hatte dann nach schwerer Reise
Keine liebe Heimat mehr...

In der Fremde galt’s zu ringen
Um des Lebens Notdurft schwer;
Kaum war alles aufzubringen,
Oft die Armut drückte sehr...
Doch zurück ging stets mein Sehnen
Über Berg und Land und Meer.
Sagte oft mir unter Tränen:
Habe keine Heimat mehr.

Endlich schlug die frohe Stunde,
Wo es wieder heimwärts ging,
Wo mit lautem, frohen Munde
Dort der Freund den Freund empfing.
Doch nur kurz war meine Freude -
Denn die Not treibt hin und her:
Fort ging es zu meinem Leide.
Hatte keine Heimat mehr...

So geht’s ruhelos schon lange
Hin und her, Jahrzehnte fast.
Oft die Lippen fragen bange:
Gibt es denn nicht endlich Rast ?
Muß ich als ein Fremdling eilen
Durch die Welt, was mir so schwer ?
Gibt es nirgends ein Verweilen ?
Gibt es keine Heimat mehr ?

Ach, als Glück fast ohnegleichen
Zählete ich es für mich,
Wenn ein Plätzchen wär’ mein eigen,
Wo die Heimat fände ich !
Wenn ich auf der eignen Scholle
Mit den Meinen um mich her
Wirken könnte uns zum Wohle !
Gibt’s denn keine Heimat mehr ?

Wenn du auf der Heimat Erde
Dich befindest, juble hoch !
Trifft dich da auch Not, Beschwerde,
Trifft dich Kummer - bleibe doch !
Wo einst deine Väter waren,
Wo man sie geliebt, verehrt,
Wo ihr Heim schon war vor Jahren -
Sei dein trautes Heim beschert !

13.04.1928 Dönhoff
 
wolgadeutscheДата: Вторник, 19.01.2016, 11:25 | Сообщение # 6
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Ist das ein Leben ?

Ist das ein Leben ? Lieber sterben,
Als immer in der Angst zu sein.
Auf einmal lieber dann verderben,
Als tropfenweise diese Pein.
Man fühlt geknebelt sich, gefangen,
Der armen, kleinen Fliege gleich
Im Spinnennetz, die unter Bangen
Erwartet nun den Todesstreich.

Ist das ein Leben, dieser Jammer ?
Die Ungewißheit Tag und Nacht ?
Nein ! Nein, es ist die Folterkammer,
Die vielen schon den Tod gebracht.
Auch ich, wird’s lange so fortgehen
In diesem Ketzerleben noch,
Ich werde auch, ihr sollt es sehen,
Zerbrechen unter diesem Joch.

Ist das ein Leben ? Lieber sterben
Und ruh’n im Grab nach dieser Qual,
Auf einmal lieber dann verderben,
Als leiden, sterben vielemal.
O Leben, du hast mich betrogen,
Du schüttest auf mich Hohn und Hohn,
Du gönnst mir nicht des Daseins Segen,
Für Liebe gibst du argen Lohn.

Und dieses Leben: mich bezwingen,
Zerbrechen wird es nimmer mich, -
Ich werde mit ihm ringen, ringen,
Ich werde wehren immer mich.
Und sitzt der Tod schon auf der Zunge,
Und schlägt das Herz nur langsam noch -
Ich schrei hinaus aus voller Lunge:
Es lebe Glück und Frieden hoch !

14.06.1935 Swerdlowsk
 
wolgadeutscheДата: Вторник, 19.01.2016, 11:25 | Сообщение # 7
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Der Sternenhimmel

Wenn ich den Blick tauch in des Himmels Tiefe
Und schau der Sterne Millionenzahl;
Wenn ich der Jakobsstraße Schönheit prüfe,
Wie ich dies schon getan so vielemal -
So ist es bei mir grenzenloses Staunen,
Das ich empfinde über unsre Zeit,
Die sagt: dies alles sei durch Zufalls Launen,
Das Weltenall und die Unendlichkeit.

Die Sternenpracht, an Schönheit ohnegleichen,
Wie viel erzählt sie mir von Gottes Macht,
Von seiner Weisheit, die nicht kann begreifen
Ein Mensch, wie weit er's auch darin gebracht.
Bewundern nur die Pracht der schönen Sterne
Und rühmen des allmächt'gen Schöpfers Ehr,
Der alles schuf, erhält's auch in die Ferne,
Ihn preisen, der gemacht der Sterne Heer.

O hätt' ich Flügel, schnell wie der Gedanke,
Ich flöge hin in die Unendlichkeit,
Durchwandert Weltenräume; keine Schranke
Gäb's da für mich, nicht Raum, auch keine Zeit !
Vielleicht Geschöpfe unsers Gottes finden
Ich würde auf so manchem fernen Stern,
Die besser noch und klarer könnten künden
So manches Neue von dem ew’gen Herrn.

Doch festgebunden an der kleinen Erde,
Die nur ein Stäubchen ist im Weltenraum,
Muß wandern hier ich noch in Not, Beschwerde.
Das Sternenheer - für uns ein schöner Traum -
Ruft oft noch die Bewundrung wach der Leute,
Die nicht im Staub der Erde finden Glück,
Nein, die gar manchmal in des Weltalls Weite
Voll Sehnsucht senden einen Hoffnungsblick.

Ihr Millionen großen Himmelslichter,
Die ihr verkündet Gottes Ehre, Ruhm,
Auch mich ermutigt ihr, den frohen Dichter,
Zu preisen Gott in seinem Heiligtum.
Steig auf, mein Lied, laß laut und froh erschallen
Des Schöpfers Weisheit, Herrlichkeit und Macht,
Verkünde hier den Menschen, Menschen allen,
Daß Himmel, Erde sind von Gott gemacht.

05.12.24 Dönhoff
 
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